Feeds
Artikel
Kommentare

Letzten Freitag verkündete die Süddeutsche Zeitung: [1]


g8-ab



Vollmundig verkündete die SZ, Bayern rücke vom G8, der Verkürzung der Gymnasialzeit von neun auf acht Jahre, ab. Also, jedenfalls werde das “immer wahrscheinlicher”.

Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung sieht die Staatsregierung offenbar keine Möglichkeit, das von den Freien Wählern gestartete Volksbegehren für eine neunjährige Schulzeit zum Abitur noch zu stoppen.

Nur noch das “Wie” sei zu klären.

Prompt sprudeln den “Informationen der Süddeutschen Zeitung” die Folgeartikel aus der SZ heraus:


schritt



“EIn überfälliger Schritt” sei das, [2] den angeblich “alle” wollen (außer die von einer absoluten Mehrheit gewählte Staatsregierung, aber das zählt nicht). Und Roland Preuß [3] hat auch gleich noch Tipps zur Umsetzung:

Nun gilt es, die Reform nicht nur für eine Verlängerung der Schulzeit zu nutzen. Der Stress muss auch durch mehr Wahlfreiheit von den Schülern genommen werden. Die Kultusminister sollten den Mut finden, den festen Kanon angeblich unverzichtbarer Lerninhalte aufzubrechen und den Schülern mehr Wahlfreiheit zuzugestehen.

Allein: Die “Informationen der Süddeutschen Zeitung” waren eine Ente: [4]


pressemitteilung



Aber was soll sie auch machen, die arme SZ-Redaktion, wenn sie doch schon die passenden Artikel und Kommentare parat hat und eine echte Meldung partout nicht kommen will?





Jaspis





[1] http://www.sueddeutsche.de/bayern/wende-in-der-bayerischen-bildungspolitik-bayern-rueckt-von-g-ab-1.1888133
[2] http://www.sueddeutsche.de/bayern/neunjaehriges-gymnasium-ein-ueberfaelliger-schritt-1.1888477
[3] http://www.sueddeutsche.de/bildung/achtstufiges-gymnasium-raus-aus-der-lernmuehle-1.1889497
[4] http://www.bayern.de/Pressemitteilungen-.1255.10489599/index.htm

Dieser OFFENE BRIEF von Thomas Schührer an den SZ-Redakteur Matthias Drobinski bezieht sich auf folgenden Artikel im Portal “sueddeutsche.de”:
Affäre um Tebartz-van Elst – Bischof soll Geld aus Stiftung abgezweigt haben
vom 17.2.2014

abgezweigt



Sehr geehrter Herr Drobinski,

ich schreibe Ihnen diesen Offenen Brief, weil ich leider davon ausgehen muss, dass die Pressestelle des Bistums Limburg wieder nicht in der Lage oder willens ist, auf Ihren Unterstellungstext zu reagieren.

Vorweg will ich Ihnen aber mitteilen, dass ich von Ihnen enttäuscht bin. Bisher haben Sie wenig, aber gut informiert und faktenorientiert über Limburg geschrieben oder kommentiert.

Jetzt begeben Sie sich in den Niveaumorast eines Boulevardblättchens, bedienen sich ominöser Quellen und schreiben im Konjunktiv. Eigentlich sollte das mit Ihrem Berufsethos und Ihrer persönlichen Ehre nicht vereinbar sein.

Schauen wir uns aber Ihren Text an: Sie schreiben etwa 3500 Zeichen oder auch 450 Wörter. Keinen einzigen Satz können Sie mit nachprüfbaren Fakten belegen.

Dennoch formulieren Sie so, dass beim Leser Gefühle hervorgerufen und Eindrücke hinterlassen werden. Nämlich, dass da ein ganz übler Bursche sich Gelder für arme und kinderreiche Familien unter den Nagel gerissen habe…

Aus Ihrem Text geht auch nicht hervor, ob die vermeintliche  Verwendung dieser Stiftungsmittel rechtens war oder nicht. Sie weisen nicht darauf hin, dass da wahrscheinlich noch Klärungsbedarf besteht. Das können Sie und wir Leser nicht beurteilen, weil wir weder die Rechtslage dazu kennen, noch liegt uns der Prüfbericht vor, in dem das eventuell dargestellt ist. Ist das saubere journalistische Arbeit?

Bei der Beurteilung der Gesamtprojektsumme berufen Sie sich auf sogenannte Insider. Ist Ihnen bewusst, wie wenig vertrauenswürdig diese Limburger “Insider” sind? Ist Ihnen in den vergangenen Monaten nicht aufgegangen, dass im Bistum Limburg bis in die unteren Ränge des Ordinariates hinein ein Esel den anderen “Langohr” schilt?  (…)

Wie ist also Ihr Text zu werten?

Sie sorgen schon jetzt dafür, dass der Prüfbericht nicht sonderlich ernst genommen werden kann. Die Prüfer waren ausgewählt worden, weil sie als “ehrenwerte und sachkundige Männer” galten. Sollten die Gerüchte, die Sie für Ihren Text verwenden, tatsächlich auf Informationen aus dem Bericht basieren, so wäre es mit der Ehrenhaftigkeit der Kommissionsmitglieder vorbei.

Denn offensichtlich hat dann mindestens einer sich nicht an die notwendige Verschwiegenheit und Diskretion einer solchen Aufgabe gehalten. (…) Was man von solchen Vertrauensbrechern zu halten hat, darf gerne jeder selbst beurteilen.

Sie tragen nichts zur Aufklärung bei. Gleichzeitig tun Sie so, als verfügten Sie über Fakten und animieren durch Ihre Berichterstattung die Leser zu einem Urteil über den Bischof von Limburg, Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst. Würden Sie über einen Terroristen schreiben, der mit einem rauchenden Colt über sein Opfer gebeugt verhaftet wurde, dann würden Sie dennoch permanent vom “mutmaßlichen Täter” schreiben. Dazu hat dieser ein Recht, bis er verurteilt wurde.

Dem Bischof von Limburg aber gestehen Sie durch Ihre Art der Darstellung dieses Recht nicht zu.



Thomas Schührer, Vorsitzender von Durchblick eV



Thomas Schührer, Durchblick e.V.
Weinbergstr. 22 in 76684 Östringen-Tiefenbach
http://www.verein-durchblick.de





Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Autors. Den Beitrag finden Sie auch im Blog Christliches Forum unter

http://charismatismus.wordpress.com/2014/02/17/causa-limburg-die-suddeutsche-zeitung-liefert-geruchte-statt-fakten/

Felizitas Küble ist Leiterin des Christoferuswerks in Münster

Wer medialen Voyeurismus so heftig beklagt wie der aufrechte Kämpe Prantl von Rechtswegen, sollte denselben zumindest korrekt schreiben können (1):


fullscreen-capture-2112014-11604-pm



(Voyeurismus, nicht Voyerismus). Aber samma ned so. Es hat halt ein wenig geeilt, als Ritter Heribert sein scharf geschliffenes Schwert „Donnerwort“ ergriff, auf sein ungeduldig stampfendes Roß Nimmerruh stieg, um Sancta Innocentia (die heilige Unschuldsvermutung) vor den Barbaren aus anderen Medienställen zu retten, die bereits zum Teil an Heribert dem Edlen vorbeigeprescht waren, um durch einen Schnapp-Schuß das vom Hüter der Sancta Innocentia noch nicht freigegebene Wild (möglichst in oder vor dessen Behausung) zu erlegen, was ganz besonders unbotmäßig war, handelte es sich doch bei den Wilderern um die gemeinen Knechte einer Provinz-Räuberbande mit dem Namen „Die Harke“ (2), die auch nicht vor der privaten Trutzburg eines ob seines Kampfgeistes gefürchteten und unter Seinesgleichen angesehenen Kreuzritters, des Inbegriffs aller guten, linksgestrickten Kettenhemdträger, Halt machten: dem Ritter Edathy von Sozi-Pathien, dem der Beiname „Der Scharfzüngige“ anhaftet. Viel Feind, viel Ehr! Da mußte sich der aufrechte Kämpe Prantl von Rechtswegen, als Primus inter Pares im Gutmenschler-Orden einfach laut brüllend ins Kampfgewühl stürzen. Dazu zog er seine Geheimwaffe, mit der er die die Ritter-Regeln gröblichst mißachtenden Gegner außer Gefecht zu setzen suchte: das Fläschchen mit dem in seinem Bräustüberl eigenhändig hergestellten Moralin, einer schmierseifigen, nicht abwaschbaren Flüssigkeit, die die, die damit in Berührung kommen, als aus der Ritterzunft Ausgestoßene kennzeichnet und auf immer und ewig allgemeiner Ächtung anheimgibt. Unter ausgiebiger Moralinversprenkelung ertönte im Bewußtsein eigener Unfehlbarkeit alsda der Bannfluch des untadeligen Kreuzritters Heribert:

Unverantwortlich ist deshalb publizistischer Voyeurismus: Das Foto, das eine Lokalzeitung von der Durchsuchung der Wohnung des Politikers Edathy publiziert hat (nach Hinweis von wem?), verstößt gegen eine rechtsstaatliche Grundregel.

Ritter Prantl von Rechtswegen meinte wohl, dies genüge, um die so Gescholtenen wie auch alle anderen Mitglieder seiner Zunft reumütig auf den rechtsstaatlichen Weg und in die Reihen der aus Mangel an Gelegenheit notgedrungen Tugendhaften zurückzubringen? Leider hat er versäumt, aus den Annalen seiner Mitwirkung an rechtsstaatlichen Verhältnissen Bilder aus dem eigenen Hause an die Hand zu geben, um zu zeigen, wie man es nicht macht! Unter vielen Fällen dieser Art, die in der Geschichtsschreibung zum persönlichen Ruhme des Monacensischen Racheritters Heribert verzeichnet sind, erinnert man sich noch an die Geschichte des Ritters von und zum Winkel, der dem Kaiser den ihm zustehenden Tribut verweigerte und so die verdiente Feme des Edlen Heribert vor jeglichem kaiserlichem Richterspruch genoß, und zwar ganz ohne Mitwirkung der jetzt angerufenen Heiligen Innocentia. Der dem Ritter Prantl von Rechtswegen treu ergebene Troß aus Monacum offerierte dem gemeinen Volk natürlich, wie es einem an den Pranger gestellten Tributverweigerungsbeschuldigten ergeht: Illustrationen dazu, wie der Arm des Gesetzes und das mediale Fußvolk im Falle von Tributverweigerern zuschlagen, auch wenn sie gerade erst beschuldigt wurden und nur als beschuldigt zu gelten hatten, findet man zum Beispiel hier (3), (4), (5). (Bitte anklicken! Aus Gründen akkurater Geschichtsschreibung hat der Verfasser dieser Zeilen diese Illustrationen archiviert – damit der Nachwelt ja nichts verlorengehe, falls diese als Teil von Heriberts Annalen und seines Hauses als zu peinlich befunden werden und deswegen nicht mehr auffindbar sind!)

Damals, im Falle des Tributverweigerungsbeschuldigten Ritter von und zum Winkel hat sich der Edle Heribert nicht fassungslos gefragt, weshalb die bestellten Historiographen „Nach Hinweis von wem?“ (siehe oben, Bannfluch) in Schlachtordnung das Privathaus des vorerst nur Beschuldigten belagerten und so eifrig Bilder anfertigten, daß davon sogar noch einige für die redlichen Gutmenschler aus Monacum abfielen.

So soll das Volk daran gewöhnt werden, daß der Verdacht der Tributverweigerung allemal schwerer wiegt (und die Heilige Innocentia deshalb mit Rücken zum Geschehen in die Ecke gestellt werden darf) als der Verdacht, einem Kinderporno-Ring anzugehören: Im zweiten Fall soll die Schutzheilige Innocentia den Beschuldigten natürlich mit einer Art Tarnkappe versehen , die ihm bis zu einem kaiserlichen Urteilsspruch völlige Anonymität nebst Rückzug in die Unversehrtheit der privaten Trutzburg garantiert.

Damit hier keine Zweifel aufkommen. Der Wolpertinger fordert: Tarnkappe für jeden wegen was auch immer Beschuldigten und noch nicht Verurteilten, unter der er vor den Augen der Öffentlichkeit, insbesondere der bildgebenden Medien, schlicht verschwinden kann! An die Strafverfolgungsbehörden: Beschleunigte Ermittlungen, um über Schuld/Unschuld zu befinden. An die Gesinnungsbrüder der Beschuldigten: Kein Tricksen, um den Beschuldigten Zeit zur Vernichtung von Beweismitteln zu geben! (6), (7). Heilkur für die freßsüchtige Presse! Und dazu die inständige Bitte an den Ritter Prantl von Rechtswegen: Geh Du voran, Du Leuchte aller Deiner Zunftbrüder! Weise den Weg! Ohne selektives Hakenschlagen für politische Weggefährten – je nach den von Dir gehegten Sympathien/Antipathien für die vorverurteilend Angeprangerten.

Dem Ritter Prantl von Rechtswegen ins Stammbuch geschrieben, auf daß die Nachwelt ihm den Beinamen „der Prinzipientreue“ verleihe.

Longum iter est per praecepta, breve et efficax per exempla (Seneca, Epistolae).
Lang ist der Weg durch Lehren, kurz und erfolgreich durch Beispiele.



Der Wolpertinger



(1) http://www.sueddeutsche.de/politik/unschuldsvermutung-fuer-sebastian-edathy-taschentuch-des-rechtsstaats-1.18858
(2) https://www.dieharke.de/Artikel/Lokales/31076/Staatsanwaltschaft_ermittelt_gegen_Edathy/
(3) http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/in-bildern-postchef-zumwinkel-wird-abgefuehrt-1.583281
(4) http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/steuerhinterziehung-die-da-oben-1.287119
(5) http://www.suedwatch.de/blog/?p=12087
(6) http://www.sueddeutsche.de/politik/ermittlungen-gegen-spd-politiker-gabriel-seit-oktober-ueber-fall-edathy-informiert-1.1887598
(7) http://www.sueddeutsche.de/politik/informationsfluss-im-fall-edathy-gefaehrliche-naehe-zur-strafvereitelung-1.1888176


Ein paar Tage ist es her, da verfasste SZ-Schreiberin Ingrid Fuchs einen Artikel mit dem Titel…

parias01

Abgebildet und primärer Gegenstand ihres Textes: der SZ Lieblingsfeind Michael Stürzenberger. Natürlich dick mit dem Attribut der Beobachtung durch den Bayerischen Verfassungsschutz versehen. Was einigermaßen seltsam ist, weil die ideologischen Vorbeter in den Hallen der Süddeutschen Zeitung den Verfassungsschutz doch zu gern in Frührente schicken würden. Man weiß ja was man seiner Klientel schuldig ist, weshalb sich Ressortleiter Heribert Prantl sogar in öffentlich rechtlichen Talkrunden gern mal über die Beobachtung linker Extremisten und Parteien echauffiert und mit Verve die Abschaffung des Inlandsnachrichtendienstes fordert. Verfassungsgericht ja, natürlich, dort ist er ja gelegentlich beim Kochen zu Gast, aber administrativen Verfassungsschutz braucht unser Staat nicht. Spricht der Wolf zu den Geißlein.

Da er aber nun mal noch da ist, der Verfassungsschutz, kann man ihn genauso gut auch nutzen, um den politischen Gegner wortwörtlich ins rechte Licht zu rücken. Auf dieses Credo scheint man sich jedenfalls bei der Süddeutschen geeinigt zu haben. Und Stürzenbergers Freiheit bietet da noch einen Zusatznutzen. So verbissen hat man den Don Quixote der Islamaufklärung über Monate, fast Jahre öffentlich verbellt, dass niemand mehr auch nur fragt, wo der Mann eventuell sogar Recht haben könnte. Die Freiheit = Michael Stürzenberger = rechter Rand vom rechten Rand, so die Gleichung. Und weil das nun so gesehen wird, kann man auch gleich den nächsten politischen Gegner abservieren, indem man ihn neben Stürzenberger (und wie in unserem Beispiel neben den tatsächlich rechtsextremen Stadtrat Karl Richter) stellt. Weshalb in Fuchs‘ Werk…

“So buhlen rechte Parteien in München um Wähler”


…gleich auch die Alternative für Deutschland (AfD) braun lackiert wird…

“Schon seit 2008 muss sich der Stadtrat mit dem rechtsextremen Stadtrat Karl Richter von der Bürgerinitiative Ausländerstopp (BIA) herumplagen. Bei seiner Vereidigung zeigte der bayerische NPD-Landesvorsitzende damals den Hitlergruß. Seither traktiert er die Verwaltung im Rathaus mit einer Flut von Anfragen und Anträgen - meist mit ausländer-, islam- oder judenfeindlichem Tenor. Die anderen Parteien haben in der Zwischenzeit einen guten Weg gefunden, sich möglichst wenig von Richters Treiben stören zu lassen. Doch was, wenn nun einer mit ähnlich radikalen Ansichten und ähnlicher Penetranz hinzukommt?

Bereits vor ein paar Tagen hat auch die eurokritische Alternative für Deutschland (AfD) mit ihrem OB-Kandidaten André Wächter die notwendigen Stimmen gesammelt, um bei der Kommunalwahl antreten zu dürfen. Die beiden Parteien [BIA und AfD also; Anm. Moritatensaenger] kann man sicher nicht vergleichen. Die AfD wettert vor allem gegen Europa und fordert “Mut zu Deutschland” - dass derartige Parolen auch Wähler von Rechtsaußen anlocken, nimmt sie allerdings billigend in Kauf. Was sie genau will, durchschaut derzeit niemand genau.

Bei der Bundestagswahl im September schrammte die AfD nur knapp am Einzug ins Parlament vorbei, für die Kommunalwahl stehen ihre Chancen noch besser. Anders als bei Bundes- und Landtagswahl gibt es auf kommunaler Ebene keine Fünf-Prozent-Hürde. Um einen der 80 Sitze im Stadtrat zu bekommen, reichen nach dem 2014 erstmals angewandten Hare-Niemeyer-Verfahren schon 0,6 bis 1,25 Prozent der Stimmen. Das erhöht die Chancen für kleine Parteien, auch für Freiheit, BIA und AfD. Zumal es in München durchaus Sympathien für rechte Themen gibt.”


Nicht nur ist Stürzenberger sozusagen Schirmherr der “rechten Brut”, nein, die Erwähnung der AfD erfolgt unmittelbar auf die Sätze zu Stadtrat Richter und seinem NPD-Derivat Bürgerinitiative Ausländerstopp (BIA). Zwar schreibt Fuchs, man könne beide Parteien nicht vergleichen, was natürlich idiotisch ist, weil man selbst einen Elefanten und eine Haselnuss vergleichen kann, aber die Schreiberin vergleicht BIA und AfD nicht nur, sie stellt sie gleich. Dass sie dann doch ein Unterscheidungsmerkmal erkennen mag, soll wohl so etwas wie ein Zugeständnis an wenigsten eine ferne Ahnung journalistischer Glaubwürdigkeit darstellen. Da ist das Kind allerdings schon in den Brunnen und der Leser auf üble Propagandaarbeit hereingefallen.

Das Machwerk wird auch nicht seriöser, nur weil die Autorin dazu einen dubiosen “Forschungsbericht” (Hier als PDF) erwähnt und auf ihn verlinkt, den das Institut für Soziologie der LMU München angeblich in Zusammenarbeit mit OB Udes “Fachstelle gegen Rechtsextremismus” erstellt hat. Dubios ist der Bericht deshalb, weil er zwar vorgibt, die Forschungsarbeit über “Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit in München” zu dokumentieren, die so behauptete Forschung sich aber ausschließlich auf deren rechte Auswüchse beschränkt. Als gäbe es links das Phänomen einer Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit nicht, als hätte es nie Stalin, MaoKim Jong-il die RAF oder die DDR gegeben. Dabei liefert das Getöse speziell um die AfD und deren als “Rechte” diffamierten Mitglieder, Anhänger und selbst Sympathisanten das beste Beispiel, wie eine Gruppe nur aufgrund anderen politischen Denkens mit menschenfeindlichen, zutiefst antidemokratischen Aktionen überzogen wird.

Was auch für das Gebaren der etablierten Parteien gerade im Münchner Stadtrat gilt. Die von Wilhelm Heitmeyer entwickelte, ideologisierende Theorie der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit nennt als eines ihrer Elemente die sog. Etabliertenvorrechte (PDF) und die Definition dieses Elements ist dem Münchner Politzirkus wie auf den Leib geschneidert…

“Etabliertenvorrechte umfassen die von Alteingesessenen, gleich welcher Herkunft, beanspruchten raum-zeitlichen Vorrangstellungen, die auf eine Unterminierung gleicher Rechte hinauslaufen und somit die Gleichwertigkeit unterschiedlicher Gruppen verletzen.”

Auf diese fragwürdige Ebene begibt sich dann auch mit wehenden Fahnen der SZ-Redakteur und Ressortleiter für München, Region und Bayern, Christian Krügel. Der schreibt am 8. Februar, inmitten seiner wirren Spekulationen über die Mehrheitsverhältnisse im München nach der Kommunalwahl…

parias02

…, den denkwürdigen Satz…

“Als Parias, mit denen wohl niemand ein Bündnis eingehen wird, gelten die rechtsradikale BIA, die Euroskeptiker von der AfD und die Islamhasser von der Freiheit.” (Hervorhebung Moritatensaenger)


Und liefert damit ein hübsches Beispiel, welche beängstigende Gestalt jene auf Etabliertenvorrechten basierende gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit in München annimmt. Hätte er, der Ex-Student der Geschichte (Mittelalter, Neuzeit) und Literatur, den Ausdruck “Parias” in Anführungszeichen gesetzt, wäre der beschriebene Zustand auch nicht schön, aber, als ironische Übertreibung gekennzeichnet, wenigstens im Rahmen üblichen Wahlkampfgetöses erträglich. So aber gibt Krügel - selbstverständlich kritiklos - eine Stimmung wieder, ja macht sich gemein mit ihr, die zum Grübeln anregen muß. Politisch andersdenkende Mandatsträger dürfen von den Etablierten als Parias, also Unreine, gebrandmarkt und aus der Gesellschaft verbannt werden? Lassen Sie mich zur Begriffsklärung hier kurz einen alten Spiegel-Artikel einflechten:

“Fünf Hindus banden einen 14jährigen Jungen an den Pfahl, übergossen ihn mit Benzin und zündeten ihn an. Dann wuschen sich die Täter gründlich, denn sie hatten einen Unberührbaren angefaßt. Der Junge hatte Töpfe gestohlen, starb aber nicht wegen des Diebstahls, sondern weil er sich dabei in die Küche der Höherkastigen gewagt hatte.
In einer Schule Neu-Delhis vertröstete die Direktion zehn Schulanfänger mit der Begründung, die Aufnahmeformulare seien vergriffen. Zwei Wochen darauf gab es die Formulare wieder, alle Schulbänke aber waren besetzt. Die Abgewiesenen: dunkelhäutige Kinder von Straßenkehrern und Müllarbeitern — Unberührbare.
In elf von zwölf Distrikten im Unionsstaat Uttar Pradesch dürfen “unberührbare” Schüler nicht einmal in Staatsschulen die gemeinsamen Eßsäle benutzen. In Delhi müssen Unberührbare in den meisten Restaurants eigenes Geschirr mitbringen.
Im Unionsstaat Madhya Pradesch drehen Unberührbare ihre Schnurrbärte nicht nach oben — das ist Privileg höherer Kasten. In Mysore gehen sie barfuß nur auf den Straßen — nicht auf den Trottoirs. In Tamil Nadu (Madras) dürfen sie keine Fahrräder besteigen oder auf Pferden reiten.
Heiratet ein Unberührbarer, muß er auf den traditionellen Hochzeitsschimmel verzichten und zu Fuß gehen. Der Ring in seinem Ohr darf nicht aus Gold sein — nur Schmuck aus Eisen ist erlaubt. Selbst der schwarze Sonnenschirm fehlt über dem Haupt des Bräutigams — das Utensil ist Statussymbol noblerer Geburt. Die Unberührbaren wohnen in Gettos, in Slums an der Peripherie der Städte oder in Hütten außerhalb der Dörfer. Auf dem Land müssen sie das Wasser aus separaten Brunnen schöpfen. Schon der Schatten eines Unberührbaren auf dem Wasser würde den Dorfbrunnen vergiften.
Fast überall in Indien beziehen die Aussätzigen der Gesellschaft noch Stockschläge, wenn sie versehentlich einen Hindu aus hoher Kaste streifen. Vor 30 Jahren mußten sie im orthodoxen Süden Indiens noch Glocken tragen, damit die Hindus höherer Kaste ihrem Schatten ausweichen konnten.”


Parias also sollen die Andersdenkenden sein, ohne dass ein hochrangiger Journalist dieser Süddeutschen Zeitung….

“Die Leiter der Zeitung, verschiedenen Parteien entstammend, glauben, dass [...] der gemeinsame Wille zu politischer Mündigkeit und Sauberkeit, zu Verantwortungsbewußtsein und Wahrhaftigkeit eine genügend starke Grundlage für eine fruchtbare Zusammenarbeit bildet. Sie wollen beweisen, dass noch echte demokratische Gesinnung in Deutschland lebt, die sich nicht in Parteihader verliert…” (Geleitwort auf der 1. Seite der Erstausgabe der SZ am 6. Oktober 1945)


…das auch nur am Rand der Kritik für Wert befindet? Ganz ehrlich, wenn wir von suedwatch.de als manchmal zornige Beobachter des Blattes uns gelegentlich damit den A…. a…….., dann hat das die gesamte Redaktion der SZ schon lange mit dem Geleitwort der Väter getan. Die ehernen Sätze sollten das Blatt in ein neues Zeitalter begleiten, die “Söhne” und “Töchter” aber sind dabei, das fortzuführen, was als Münchner Neueste Nachrichten unwürdig endete.

Und weil wir bei den “Söhnen” sind, dürfen - abschließend - die “Enkel” natürlich nicht fehlen. Matthias Kohlmaier ist suedwatch.de schon bekannt. Unter anderem, weil er wie vom Pawlow getroffen anspringt, wenn Gefahr von - wie ungewöhnlich - Rechts droht (notfalls auch mit zu viel Phantasie und zu wenig Wahrheit und Professionalität, siehe z.B. hier). Jedenfalls schrieb er am 11.Februar eine “TV-Kritik” zu Frank Plasbergs Schweiz-Talk…

parias03

…und - Wunder über Wunder - wurde daraus eine Kritik an den Rechten, in der Sendung repräsentiert von Roger Köppel und AfD-Ikone Bernd Lucke (CSU-Frau Haderthauer war auch dabei, nur sieht sich die CSU ja seit wenigstens Ministerpräsidentengattin Beckstein und auf alle Fälle seit Ministerpräsident Seehofer nimmer rechts). Ich will nicht lange auf die vorhersehbare “TV-Kritik” eingehen, nur zwei Dinge sind mir aufgefallen. Erstens, dass ein junger Journalist wie Kohlmaier nicht weiß, woher die Begriffe “Links” und “Rechts” kommen. Kohlmaier schreibt…

“Und da Köppel ohnehin immer gern in deutsche Talksendungen eingeladen wird, wenn ein Rechtskonservativer gebraucht wird, durfte er auch bei Plasberg wieder Platz nehmen. Dass er dabei ganz rechts außen saß, war gewiss Zufall, und keine geplante Entscheidung der “Hart aber fair”-Redaktion.”


Lieber Matthias, auch wenn das so gut in Ihre etwas platte Weltsicht passen würde, Roger Köppel saß zwar an diesem Abend von seiner Warte aus gesehen “äußerst rechts” (hier zum Video-Podcast)…

parias04

…, politisch gesehen - und darauf spielen Sie ja an - war er aber äußerst links positioniert. Denn die Einteilung “rechts”/”links” wird mindestens seit dem Norddeutschen Reichstag

parias05

…bis hin zum heutigen Bundestag über den Blick vom Sitzplatz des Reichstagspräsidenten/Bundestagspräsidenten aus ins Halbrund des Plenums hinein vorgenommen. Und so gesehen saß Köppel eben ganz links außen. Müssen Sie nicht wissen, Sie haben ja Sportwissenschaften studiert und es bekommen bei der Süddeutschen Leute mit noch weniger Ahnung über das was sie schreiben, den Griffel in die Hand gedrückt. Und für blöde Witze reicht Viertelwissen ja auch. Womit wir bei dem zweiten Punkt sind. Sie schreiben auch…

“Gegen Ausländer an sich hat Lucke aber natürlich nichts. Und das mit dem “Bodensatz” in seinen Wahlkampfreden habe er ja gar nicht so gemeint. Unverkennbar trotzdem, dass er während des gesamten Gesprächs immer weiter nach rechts rutscht - hätte die Sendung nur ein paar Minuten länger gedauert, Lucke hätte es sich vermutlich auf dem Schoß von Köppel gemütlich gemacht.” [Hervorhebung Moritatensaenger]


Und was ich daran interessant finde ist, dass ein junger, sich weltoffen und aufgeklärt fühlender wie gebärdender Mann wie Sie, es immer noch nötig hat, nein, es sich immer noch erlauben kann, einen Menschen zu sexualisieren um seine Person abzuwerten. Denn was Sie eigentlich mit dem oben hervorgehobenen Satz sagen wollten ist, dass Sie Bernd Lucke nicht für Manns genug halten, eine eigene Position zu vertreten. Nein, Sie persönlich wollen Lucke, den schmalen, manchmal etwas feminin wirkenden Kopfmenschen, mit diesem Ihrem Kalauer als einen Typus Mensch diffamieren, der vermutlich in Ihrer pubertären “Werte”skala weit unten rangiert, als Schwuchtel nämlich, die auf dem Schoß des maskulinen, aggressiven Haudegens Köppel Zuflucht suchen muss. Und das, Matthias Kohlmaier, sagt mehr über Ihre Person aus, als all der Humbug den Sie bisher verfasst haben.



Mit tönendem Gruß

Peter Zangerl alias Moritatensaenger



Für Prominente wie den SPD-Politiker Edathy sind Ermittlungsverfahren gefährlich. Ob schuldig oder unschuldig, immer bleibt von den Vorwürfen etwas hängen. Der Hinweis auf die Unschuldsvermutung erscheint da wie ein Versuch, ein Schaufenster mit einem Taschentuch abzudunkeln.

Die Unschuldsvermutung hat ihre Unschuld verloren. Über Ermittlungsverfahren im embryonalen Stadium wird zu früh zu schnell zu viel bekannt. Das ist fatal, zumal für Beschuldigte, die im Licht der Öffentlichkeit stehen.

Statt der Unschuldsvermutung gilt dann: Es bleibt immer etwas hängen. Das ist besonders furchtbar, wenn einem Beschuldigten nachgesagt wird, er habe sich kinderpornografisches Material beschafft.

Der SPD-Politiker Edathy hat recht, wenn er darauf hinweist, dass die Unschuldsvermutung doch auch für ihn zu gelten habe. Sobald aber so ein Vorwurf öffentlich geworden ist, ist der Hinweis auf die Unschuldsvermutung wie der Versuch, ein Schaufenster mit dem Taschentuch abzudunkeln.

Wenn Heribert Prantl so “weise” vor sich hinsalbadert, [1] könnte man manchmal sogar fast meinen, er meint das ernst, was er sagt. Doch dieser Irrtum löst sich schnell auf bei einem Blick “sein” Blatt:


krailling[2]


luege[3]


freiwild[4]



und nicht zuletzt


vorwurf[5]



Bloß in diesem Fall bedauert das Prantl. Während es ihm in anderen Fällen eher gerade recht wurscht war:



mixa[6]



Nein, beileibe. Die Unschuldsvermutung gilt bei der SZ nicht mehr als in den restlichen Medien. Und für manche Menschen gilt sie schon gar nicht. Auch wenn Heribert Prantl mit seiner triefenden Heuchelei noch so viele Krokodilstränen in sein Taschentuch hineinr…  schnäuzt.


taschentuch





Jaspis





[1] http://www.sueddeutsche.de/politik/unschuldsvermutung-fuer-sebastian-edathy-taschentuch-des-rechtsstaats-1.1885850
[2] http://www.suedwatch.de/blog/?p=5129
[3] http://www.suedwatch.de/blog/?p=2761
[4] http://www.suedwatch.de/blog/?p=2791
[5] http://www.sueddeutsche.de/politik/durchsuchung-bei-spd-politiker-edathy-wehrt-sich-gegen-kinderporno-vorwuerfe-1.1885156
[6] http://www.suedwatch.de/blog/?p=3033

Dass Sachverständige, die regelmäßig für einen bestimmten Auftraggeber, etwa für eine Versicherung, Gutachten erstellen, die den regelmäßigen Auftraggeber angeblich begünstigen, ist ein häufiger Vorwurf, der ebenso häufig von den Sachverständigen zurückgewiesen wird. Annette Ramelsberger greift heute diesen Vorwurf auf und behauptet: [1]


befangen


Doch handelt es sich dabei nicht etwa um den Vorwurf, diese “befangenen” Gutachter würden durch ihr Gutachten eine der Streitparteien begünstigen, um einen für sie möglichst günstigen Prozessausgang zu ermöglichen. Ich nehme an, auf diese Schlagzeile hin gab es einen wahren Ansturm an Zuschriften von Sachverständigen, die diesen Vorwurf zu Recht empört zurückweisen. Inzwischen heißt die Schlagzeile nicht mehr so, sondern



tendenzen


Gerichte signalisieren den Gutachtern häufig, welche Ergebnisse die Richter sich wünschen.

Das behauptet Annette Ramelsberger jedenfalls, und sie beruft sich dabei auf das Deutsche Ärzteblatt, das wiederum die Ergebnisse der Befragung von 252 Ärzten im Rahmen einer Doktorarbeit wiedergibt.[2]

Insgesamt gaben 24,7 Prozent (n = 54) an, bei Gutachten, die von einem Gericht in Auftrag gegeben wurden, entweder in Einzelfällen oder häufig eine Tendenz signalisiert bekommen zu haben

heißt es darin, doch weder die Doktoranden, noch Annette Ramelsberger klären die Frage, was man sich unter diesem “Signalisieren von Tendenzen” denn eigentlich vorzustellen hat. Und vor allem, welches Ziel die Unparteiischen denn damit verfolgen sollen.

Interessant, was die Befragten selbst zur Misere des Gutachterwesens sagten. So gab einer an, dass Gerichte gerne Gutachter benennen, die einfache Schwarz-Weiß-Beurteilungen abgeben.

Das ist keine Misere, sondern eine Notwendigkeit: Ein Gericht kann mit einem Wischiwaschi-Gutachten nichts anfangen. Wenn die Frage etwa lautet, ob der Angeklagte schuldfähig ist oder nicht, dann muss das Gutachten sagen, ja er ist es, oder nein, er ist es nicht. Was sollte das Gericht mit einem teuren Gutachten, das letztlich kein Ergebnis liefert?

Dass das, was Ramelsberger als “wissenschaftlichen Beleg” präsentiert, nichts weiter ist als das Ergebnis einer Befragung nach subjektiven Empfindungen, macht für die SZ-Schreiberin keinen Unterschied. Und so schließt sie mit:

Und es gibt natürlich Stammgutachter, die von Gerichten immer wieder eingesetzt werden, weil sie gut sind. Manchmal aber auch nur, weil sie bequem sind. Denn wenn sie Widerworte geben, kann es ihnen ergehen wie Norbert Nedopil, der Koryphäe unter den deutschen Psychiatern. Weil er dem Münchner Schwurgericht zu häufig Gutachten vorlegte, in denen er statt zu Haft zur Psychiatrie riet, wurde er nicht mehr beauftragt - Koryphäe hin oder her.

Das ist nun der schlagende “Beweis” der Expertin Ramelsberger für ihre These. Dass Norbert Nedopil, mittlerweile 66 Jahre alt [3] (zum Vergleich: Richter werden mit 65 Jahren zwangspensioniert), möglicherweise - aber nur ganz vielleicht - schon aus Altersgründen nicht mehr oder nicht mehr so oft beauftragt wird, erwähnt Ramelsberger natürlich nicht. Auch nicht, dass Nedopil jedenfalls noch bis vor einem Jahr so rege tätig war, dass er von Süddeutsche.de in einem laufenden Verfahren als Gerichtsgutachter zitiert werden konnte.[4] Und natürlich auch nicht, dass Norbert Nedopil bei Süddeutsche.de übrigens ein eigenes Thema hat in dem sich zahlreiche Artikel wiederfinden, in denen er nicht nur als Sachverständiger eines Gerichtsverfahrens zitiert, sondern auch gelegentlich interviewt wird [5][6] - vermutlich gegen Entgelt.

In der Denklogik der Frau Ramelsberger sind die Gutachter, die häufig von den Gerichten beauftragt werden, diesen quasi hörig, um nicht weiterer Aufträge verlustig zu gehen. Es sei problematisch, dass durch die Häufigkeit der Beauftragung eine wirtschaftliche Abhängigkeit bestehe. Was Annette Ramelsberger ganz offensichtlich noch nicht einmal weiß: In Bayern gibt es auch noch Landgerichtsärzte.[7] Das sind Ärzte, die so wirtschaftlich abhängig sind, dass das Gericht ihr Dienstherr ist.

Doch stellt sich die Frage, was daran zu beanstanden sein soll. Anders als eine Prozesspartei sind Richter unparteiisch. Sie verfolgen keine eigenen Interessen, denn:

Richter sind unabhängig und nur dem Gesetz unterworfen (Art. 97 I GG),

wohingegen die Süddeutsche Zeitung … aber lassen wir das.





Jaspis





[1] http://www.sueddeutsche.de/panorama/gerichtsverfahren-viele-gutachter-sind-befangen-1.1881878
[2] http://www.aerzteblatt.de/archiv/154014/Gerichtsgutachten-Oft-wird-die-Tendenz-vorgegeben?s=sachverst%E4ndige
[3] http://de.wikipedia.org/wiki/Norbert_Nedopil
[4] http://www.sueddeutsche.de/muenchen/erding/prozess-um-doppelmord-von-notzing-ich-dachte-nicht-dass-ich-zu-so-etwas-faehig-bin-1.1585962
[5] http://www.sueddeutsche.de/muenchen/interview-mit-psychiater-nedopil-der-mann-wollte-alles-vernichten-1.280668
[6] http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/38067
[7] http://www.gesetze-bayern.de/jportal/portal/page/bsbayprod.psml?showdoccase=1&doc.id=jlr-GesDGAVBYpP4

« Neuere Artikel - Ältere Artikel »