Die Süddeutsche ist auf Israel fixiert, wie der Antisemit auf den Juden.
30. September 2012 von moritatensaenger
Das ist nichts Neues, aber man staunt doch immer wieder. Beispiel: Die Rede des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu vor den Vereinten Nationen. Viele haben darüber berichtet, manche, die wie die FAZ besonders umfangreich informieren wollten, mit einem eigenen Artikel und zusätzlich einem (Reuters-)Video. Nur in München konnte man seiner Obsession wieder nicht Herr werden und kläffte aus allen Richtungen…

Ein Artikel…
“Rede vor UN-Vollversammlung - Netanjahu nennt Iran ‘größte Bedrohung für die Menschheit’“
…aus zusammengekauftem Material der Agenturen, illustriert mit Netanjahu und der Bombengrafik [1]. Ein zweiter Artikel, ebenfalls illustriert mit Netanjahu und der Bombengrafik und von Daniel Brössler geschrieben [2], welcher bei zumindest uns auch dafür bekannt ist, dass er das Existenzrecht Israels und damit der Juden im Nahen Osten gern mal zum bloßen “Lieblingsthema” Netanjahus verniedlicht. Headline in bester SZ-Manier:
“UN-Generalversammlung - Im Schatten der Bomben-Rede von Netanjahu”.
Natürlich kann da auch unser Ober-Keinesfallsantisemit Peter Münch nicht zurückstecken, weshalb auch er mit einem Kommentar (und …*gähn*…illustriert mit Netanjahu und der Bombengrafik) [3] wie der Schachtelteufel aus dem Kisterl springt. Sein Titel:
“Israel im Atomstreit mit Iran - Panikmache mit rotem Filzer”.
Dann hat man sich bei der Süddeutschen, so wichtig ist ihr das Thema, noch die Last der Kosten zweier Videoclips aufgebürdet. Der eine kommt, wie das Pendant bei der FAZ, von der Agentur Reuters [4], der andere von der Presseagentur dapd [5] (Sie ahnen’s, beide illustriert mit Netanjahu und der Bombengrafik).
Die Krönung aber ist der Nonsens-Artikel der selbsternannten …räusper… “Architekturkritikerin” (!) Laura Weissmüller [6]. Sie fragen, was Netanjahus Auftritt vor den UN mit Architektur zu tun hat? Nichts, natürlich. Aber die Süddeutsche ist nun mal - der Moritatensaenger schrieb es bereits im Titel - auf Israel fixiert wie der Antisemit auf den Juden, weshalb die Israelis halt auch für jeden an den Haaren herbeigezogenen Mist, Negativ-Beispiel stehen müssen. Wie die Juden bei den Antisemiten, eben. Womit wir wieder bei Laura Weissmüllers Werk wären. Titel:
“Infografiken in politischen Reden - Besser als Monty Python“
Da gäbe es natürlich viel zu schreiben, aber wir wissen ja, die SZ und manche ihrer Schreiber haben so Ihre Obessionen, weshalb es - natürlich - Netanjahu ist, der für den Artikel herhalten muss. Auch wenn das Geschriebene der Weissmüllerin dann letztlich viel schlechter ist als Monty Python, qualitativ eher so wie “Innocence of Muslims“, schei**egal, irgendwas bleibt beim Leser schon hängen. Und deshalb wird gezerrt und gezogen und passend gemacht, was schon beim ersten Blick einfach nicht zusammen passt.
Weissmüller schreibt zum Beispiel…
“Die Diagramme sollen überzeugen und komplexe Zusammenhänge sichtbar machen. Doch oft wird Wissenschaftlichkeit nur vorgegaukelt.”
…und darunter abgebildet…..Netanjahu mit seiner Bombengrafik:

Natürlich glauben nur ein Narr und Frau Weissmüller (und die Redaktion der SZ), dass Benjamin Netanjahu, mit einem Bachelor (ausgerechnet Architektur ;-)) vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) und einem Master von der dortigen Sloan School of Management nicht ganz blöde auf die Welt losgelassen, mit einer - wie Weissmüller selber schreibt - Comic-Bombe versucht “Wissenschaftlichkeit” vorzutäuschen, und nicht einfach nur eine für viele abstrakte Bedrohung versucht für jedermann nachvollziehbar zu visualisieren. Aber es kann ja nicht schaden, dem verhassten J..sraeli zuerst etwas unterzuschieben, was der niemals im Sinn hatte, um ihm dann im Anschluss dafür an die Wand zu stellen (Copyright: Josef Stalin). Weil das Laura Weissmüller an verleumderischem Unrat noch nicht genügte, ging sie noch einen Schritt weiter. Das zweite Bild in Ihrem Werk zeigt eine Grafik…

…, mit der, so die Schreiberin, Colin Powell seinerzeit das Vorhandensein von Massenvernichtungswaffen habe darstellen wollen (hier allerdings seltsamerweise mit “© Reuters” versehen). Weissmüller schreibt dazu:
“Anhand von Diagrammen und Schaubildern hatte der 2003 den UN beweisen wollen, dass der Irak über Massenvernichtungswaffen verfügt. Das Land hatte bekanntlich keine, angegriffen wurde es trotzdem. Die Grafiken waren offensichtlich überzeugend.”
Lassen Sie uns überlegen. Welchen Schluß genau soll der gemeine Leser nun daraus ziehen, wenn hier die Mahnung der Israelis vor iranischen Atomwaffen, der sich als Trugschluss erwiesenen Behauptung, es gäbe eine Gefährdung durch Massenvernichtungswaffen im Irak, unmittelbar gegenübergestellt wird? Ein perfider Schachzug, finden Sie nicht auch? Deshalb:
Liebe Frau Weissmüller, bitte bleiben Sie doch um unser und Ihrer Willen bei der Architekturkritik. Wir hätten hier sogar ein paar lohnende Objekte, die Ihrer Urteilsfähigkeit als Kritikerin und ihrer Qualität als Journalistin mit Sicherheit entgegen kommen:

Mit tönendem Gruß
Ihr Peter Zangerl alias Moritatensaenger
[4] http://www.sueddeutsche.de/politik/netanjahu-iran-im-atomstreit-grenzen-aufzeigen-1.1481307
[5] http://www.sueddeutsche.de/politik/netanjahu-warnt-vor-atommacht-iran-1.1481294
3 Reaktionen zu “Die Süddeutsche ist auf Israel fixiert, wie der Antisemit auf den Juden.”


[...] Weiterlesen bei Südwatch… Gefällt mir:Gefällt mirSei der Erste dem dies gefällt. Dieser Beitrag wurde unter Antisemitismus Antizionismus, Bomber Harris do it again, Deutschland Nazis, Dhimmi Medien Schweinepresse, Ehrenmorde Islam Muslime, Iran Islamismus Terrorismus Islamo-Faschismus, Israel, SPD Sozialfaschisten, UN abgelegt und mit Benjamin Netanjahu, Daniel Brössler, Laura Weissmüller, Monty Python, Peter Münch, Süddeutsche Zeitung, SZ verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. ← Zusammenprall der Kulturen, Krawalle, Juden und Israel [...]
Nicht nur die SZ, sondern auch ihre Leserschaft, setzt sich obsessiv mit Israel auseinander.
In den Leser-Kommentaren sieht man dann auch, dass die erklärte Abgrenzung zwischen “Anti-Zionismus” (die schmerzhaft kritische Begleitung Israels durch einen echten Freund) und Antisemitismus (das was nur die Nazis machen) nicht immer funktioniert.
So bemüht der User “anderwandlang” jenen Jargon, von dem man eigentlich hoffte, ihn nie mehr hören oder lesen zu müssen:
“Wenn sich einige Medien verfälscht zu den Palästinensern äussern,
darf davon ausgegangen werden, dass die Geldgeber dieser Medien Beziehungen zu dem jüdischen Staat haben. Und auch die Namensgeber der Banken sind doch des öfteren jüdisch, oder?
Die können einfach gut mit Geld umgehen. Ist doch o.k. Nur. bei einer akzeptierbaren Wahrheit, weil belegbar, sollten diese Medien dann schon bleiben. Und die jüdische Hochfinanz sollte aufhören, Völker in finanzielle, wie heisst es so schön, Krisen stürzen.”
Die jüdische Hochfinanz stürzt wieder mal die Völker in die Krise.
(Der Kommentar steht übrigens immer noch unter dem Netanjahu-nennt-Iran-Bedrohung-Artikel. Unwidersprochen, dafür mit grüner Zustimmung.)
[...] meinem Beitrag von gestern stand bezüglich der Gegenüberstellung der “Bombe” von Ministerpräsident Benjamin [...]