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Es ist doch erstaunlich wie unterschiedlich Politik und Medien - und damit gezwungenermaßen auch die Öffentlichkeit - eigentlich für alle gleich geltende Grundrechte gewährt sehen wollen. Da fordert Jean Baptiste Debreux, Besitzer des kleinen Restaunts Le Cénacle in Tremblay-en-France, …

lecenacle

…zwei Musliminnen auf sein Restaurant zu verlassen. Die Süddeutsche berichtet drüber [1] und dem Text kann man entnehmen - ohne dass weiter darauf eingegangen wird - dass es vor dem Rauswurf eine Auseinandersetzung gab in deren Verlauf die Damen den Wirt als Rassisten bezeichneten…

Vorausgegangen war offenbar ein Streit. Eine der Frauen sagt in dem Video, sie wolle nicht von einem Rassisten bedient werden. Rassisten wie er legten keine Bomben und töteten keine Menschen, entgegnet der Mann. Am Ende wirft er die Frauen aus dem Lokal. “Leute wie euch will ich bei mir nicht. Basta!”

…nun könnte man das ganze wahlweise sowohl als Idiotie eines Verbohrten wie auch als im Hausrecht eines Restaurantbesitzers begründete Handlung ablegen (vielleicht sogar als Resultat einer gezielten Provokation durch die Musliminnen) und vergessen. Nicht so im Europa der Gegenwart, wo der Mann der die Muslime als Terroristen bezeichnete mittlerweile auf der Flucht ist und die Polizei einen Sicherheitskordon um das Lokal legen musste. Aber nicht nur aufgebrachte - friedliche - Muslime hat der Patron zu fürchten, nein, selbst sogenannte “Menschenrechtsorganisationen” rufen zur Existenzvernichtung durch Boykott und Bewertungsterror in sozialen Netzwerken auf [2], ganz zu schweigen von der Politik aus deren Kreisen man schwer atmend fordert, nach dieser schrecklichen Tat ein juristisches Exempel an Herrn Debereux zu statuieren.

Meanwhile in Deutschland Menschen sogar von der Politik mit umfangreichen Informationsbroschüren gefördert aus Lokalen gewiesen werden, weil sie die falschen politischen Ansichten haben. Auch darüber berichtete die Süddeutsche schon mehrmals, wenn auch im Gegensatz zu dem Vorfall in Frankreich deutlich sympathisierend…

“Kein Wirt will sie haben - aber viele wissen nicht, wie sie sie losbekommen. Jetzt unterstützt die Stadt München Lokalbesitzer im Umgang mit Neonazis - und erklärt, wie sich die Wirte gegen unerwünschte Gäste aus dem rechten Milieu wehren können.[...] Die Stadt … hat nun die 40-seitige Broschüre “Anmietungen durch Rechtsextreme” veröffentlicht mit Ratschlägen, wie man diesen Gästen oder Mietinteressenten begegnet. “Schutz für Kommunen und Vermieter”, lautet der Untertitel. Miriam Heigl von der Fachstelle gegen Rechtsextremismus im Rathaus über die Gründe für die Publikation.” [3]

Übrigens: Wer “Rechtsextrem” ist bestimmen der Mob oder wahlweise selbsternannte Fachleute für Rechtsextremismus und nicht die Justiz, weshalb beileibe nicht nur springerstiefel und bomberbejackten Glatzen die Tür gewiesen wird sondern auch demokratische aber unbeliebte Parteien wie die AfD in den Genuss der Sonderbehandlung von Stadt wegen kommen…

“Der Bezirksausschuss Au-Haidhausen (BA) hat sich in einem fraktionsübergreifenden Dringlichkeitsantrag klar positioniert: Gegen Veranstaltungen im Unionsbräu von “ausländerfeindlichen, rassistischen, antisemitischen oder homophoben Gruppierungen, die den sozialen Frieden gefährden”. Das Kommunalreferat als Eigentümer und die GWG, die das Restaurants vermietet, sollen prüfen, ob und wie solche Veranstaltungen zukünftig zu unterbinden sind. Darüber hinaus sucht der BA das Gespräch mit dem Unionsbräu-Pächter Igor Divjak. Sollte das keinen Erfolg haben - da sind sich die BA-Mitglieder einig - werde man eben für eigene Veranstaltungen auf andere Lokale in Haidhausen ausweichen.Hintergrund des Antrags ist die Veranstaltung der AfD im Hofbräukeller am Wiener Platz im vergangenen Mai.” [4]

Was aber haben nun die Lokalverbote für “Nazis” in Deutschland mit den Vorfällen in Frankreich zu tun? Nun, zumindest sei die Frage an die deutschen Medien erlaubt, woher der unterschiedliche Grad der Empörung aus ihren Reihen kommt und ob es sein kann, dass sie das Grundgesetz schon längere Zeit nicht mehr in der Hand - und im Hirn - hatten…

Art. 3 (3) Grundgesetz

Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden.



Das, liebe Freunde, gilt für ALLE Bürger



Mit besten Grüßen

Peter Zangerl alias Moritatensaenger



[1] http://www.sueddeutsche.de/panorama/frankreich-leute-wie-euch-will-ich-bei-mir-nicht-basta-1.3140360

[2] http://www.huffingtonpost.fr/2016/08/28/cenacle-tremblay-en-france-femmes-voilees-indignation_n_11750846.html?utm_hp_ref=france

[3] www.sueddeutsche.de/muenchen/hilfe-fuer-muenchner-wirte-lokalverbot-fuer-nazis-1.1387518

[4] www.sueddeutsche.de/muenchen/haidhausen-lokalverbot-fuer-rassisten-1.3049933



Keine Angst, der FC St.Pauli wurde nicht gesperrt. Nicht für den Platz und nicht auf Facebook. Alles was er getan hat war seinen dunkelhäutigen Ex-Profi Michél Mazingu-Dinzey durch einen vereinseigenen sogenannten “Ehrenrat” [sic!] aus der Jahrhundertelf zu werfen, in die er von den St.Pauli-Fans gewählt wurde. Was war passiert? Der Ex-Profi hat ein Menschenrecht wahrgenommen…

“Jeder hat das Recht auf Meinungsfreiheit und freie Meinungsäußerung; dieses Recht schließt die Freiheit ein, Meinungen ungehindert anzuhängen sowie über Medien jeder Art und ohne Rücksicht auf Grenzen Informationen und Gedankengut zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten.” (Art.19 / Allgemeine Erklärung der Menschenrechte)

…und dabei zwar keinerlei Straftat begangen, allerdings hat er zur Äußerung seiner Meinung an einer Demonstration teilgenommen (nach dem Grundgesetz ebenfalls ein Grundrecht) die von den Inhabern der Meinungshoheit als “rechts” und damit ächtbar deklariert wurde….

https://mopo24.de/nachrichten/ex-bundesliga-profi-laeuft-bei-anti-asyl-demo-mit-70024

Mit derart seltsamer Wut und Unversöhnlichkeit hat der Verein seinen verdienten Ex-Spieler hinauskomplementiert, dass nicht nur ich mich frage ob das damit bestrafte “Vergehen” Mazingu-Dinzeys wirklich der einzige Grund war, oder ob die Saubermänner beim FC St.Pauli nicht doch dunklere Motive antrieben. Und man sollte die tapferen Hamburger Kämpfer gegen “Rechts” ruhig auch mal fragen, wie anders sie glauben dass die Nazis auf Andersdenkende reagiert hätten. Aber gut: Saubermänner dieses Kalibers denken selten über den selbstverordneten Horizont hinaus.

Jedenfalls bin ich nun für diesen ungehorsamen Facebook-Beitrag…

beitrag-entfernt

…und dieses Foto zur Illustration…

the-lynching-of-thomas-shipp-and-abram-smith-marion-indiana-1930

….gesperrt worden (…und nein, es war nicht das Foto allein, denn das hätte man gesondert entfernen können). Wie lange, wird sich zeigen. Die Krux dabei ist nur: Ich bin immer noch ich und auch der FC St.Pauli bleibt was er ist.



Mit besten Grüßen

Peter Zangerl alias Moritatensaenger



Morgen, am 22. Juli, 8 Tage nach dem Verbrechen von Nizza, jährt sich zum fünften Mal der Massenmord auf der norwegischen Insel Utoya. 69 Menschen, davon 32 Jugendliche und Kinder, fielen der Tat des Anders Behring Breivik auf der Insel zum Opfer, 8 weitere Opfer forderte das unmittelbar zuvor vom selben Täter verübte Bombenattentat auf den Sitz des Ministerpräsidenten in Oslo.

suedwatch.de zeigte damals auf wie sensationsgierig und tendenziös die Berichterstattung der Süddeutschen Zeitung geführt wurde, sparte aber auch die Erwähnung des tatsächlichen Zwecks der “Ferieninsel” Utoya nicht aus: Das Eiland diente den Sozialisten Norwegens als Erziehungslager zum Hass auf Juden und Andersdenkende. Nur fand dieser bemerkenswerte Hintergrund keinerlei Würdigung in deutschen Medien und sowieso nicht in der Süddeutschen.

Damit wir morgen, am 22. Juli, wertfrei den Opfern der abartigen Tat gedenken können, erlaube ich mir heute, einen Tag vorher, mit einer Bitte an meine Leser heran zu treten:

Wer in zeitgenössischen Berichten und gern auch in meinem gleich hier verlinkten Blogeintrag die Tendenz der Berichterstattung von damals mit jener vergleicht, die zum Attentat von Nizza erschien, wird erstaunliche Unterschiede feststellen. Etwa, wie heute versucht wird den Mörder von Südfrankreich als wirren Einzeltäter darzustellen, fernab der Ideologie des Islam handelnd. Und natürlich gibt es heute keine öffentlichen Personen die beim Namen genannt als Vertreter des Islam oder unserer Politik in Mitverantwortung genommen werden.

Was für ein Unterschied zu 2011, als die Liste der zu Verdächtigen erklärten Personen von Geert Wilders in Holland bis zu Henryk M. Broder in Deutschland reichte. Und natürlich wurden alle Register gezogen, jeden noch so unbeteiligten und unverdächtigen Andersdenkenden - namentlich bezeichnet als Islamkritiker, Islamhasser, eine “anti-muslimische” Bewegung, Rechtspopulisten, Rechtskonservative und sogar, man lese und staune, Anti-Islamisten [sic!] - mit dem Täter und der Tat in Verbindung zu bringen.

Aber bitte, gönnen Sie sich selbst einen Blick in meinen Blogeintrag von damals und gedenken Sie morgen den ermordeten Menschen und besonders den Jugendlichen und Kindern unter ihnen, die Opfer des Verbrechens wurden, aber auch weit vorher Opfer ihrer sozialistischen Verderber und posthum Opfer einer manipulativen, durchideologisierten Presse.



utoya





Mit besten Grüßen

Peter Zangerl alias Moritatensaenger



In einem Beitrag in der Amerika-Kolumne schreibt die suedwatch.de-Lesern durchaus nicht unbekannte Dr. Michaela Haas (1) über das unterfangen des Kreatonisten Kenneth “Ken” Ham, mitten in Kentucky eine Arche Noah als Zentrum eines religiösen Vergnügungsparkes zu bauen. Dass sie dabei verschweigt dass Ham kein US-Amerikaner sondern Australier ist - und er seine religiöse Bewegung von dort mitgebracht hat - mag man noch durchgehen lassen, weils schön zu dem Bild vom doofen Ami passt, welches das linke Juste milieu so innig pflegt…

unbenannt

Dann aber begeht Haas einen fatalen Fehler der erst wenigen aufgefallen ist: Sie beleidigt die Masse der anderthalb Milliarden Muslime UND (!!!) sie ruft sogar verblümt zur Gewalt gegen sie auf. Naja, sie sprichts nicht an die Muslime gewandt aus, dafür ist sie zu politkorrekt und es fehlt ihr wohl auch die intellektuelle … Bestimmung zu erfassen was ihre Worte tatsächlich bedeuten. Die SZ-Amerika-Kolumnistin schreibt stattdessen über die christlichen Kreatonisten…

Nun kann natürlich jeder glauben, was er will. Mag sich jeder den Gott basteln, der ihn glücklich macht. Aber: Der Staat, der die Arche als Touristenattraktion mit 18 Millionen Dollar Steuernachlässen subventioniert, las offenbar das Kleingedruckte erst im Nachhinein. In den Arbeitsverträgen steht nämlich, dass auf der Arche nur Heteros arbeiten dürfen, die keinen Sex vor der Ehe haben und die Bibelverse wörtlich nehmen. Der Staat subventioniert also eine religiöse Nischenbewegung, die eindeutig diskriminiert.

Ich persönlich interpretiere Gottes Wille so: Sie möchte, dass sich alle Bibel-Leichtmatrosen in Kentucky versammeln, auf der Arche. Wenn alle zusammen sind, werden wir die Betonverankerung lösen und das Narrenschiff mit der nächsten Flutwelle auf hohe See schicken. Es wird dann schon rechtzeitig - wie ihr Vorbild - auf irgendeinem Berg stranden.

Aber was hat das nun mit dem Islam zu tun, werden Sie fragen, abgesehen davon dass auch dort nur “Heteros arbeiten” dürfen, “Sex vor der Ehe” gern mit Steinen gewürdigt wird und “masturbierende Teenager, Schwulenhochzeiten [und] unverheiratete Schwangere” die Welt vor dem Untergang scheinen lassen. Ganz einfach: Der Islam IST kreatonistisch. Während sich die Christen heute nämlich über die Worte ihrer Heiligen Schrift streiten dürfen, sie unterschiedlich auslegen, interpretieren und relativieren können, gibt es im Koran des Islam keine “Auslegung” der Worte “Gottes”. Was im Koran steht IST wortwörtlich Wort Allahs, vom Engel Gabriel an den Propheten Mohammed übermittelt. Und erklären Sie einem Moslem dass einer Beteiligten, Allah, Gabriel oder gar Mohammed, das nicht so ernst gemeint hätte, oder noch besser - damit kommen wir aufs Thema zurück - erklären Sie ihm, dass er, der Moslem, entgegen der Überlieferung der drei Koran-Protagonisten vom Affen abstammt! Nein, tun Sie’s nicht, aber nochmal: Das was im Koran steht ist Wort Allahs und daran gibts nichts zu rütteln…

“Gewiß, euer Herr ist Allah, Der die Himmel und die Erde in sechs Tagen erschuf”  (Sure 7:54)

“Hierauf wandte Er sich dem Himmel zu, während er noch aus Rauch bestand, und sagte dann zu ihm und zur Erde: „Kommt beide her, freiwillig oder widerwillig.” Sie sagten: „Wir kommen in Gehorsam.”" (Sure 41:11)

“So führte Er sie als sieben Himmel in zwei Tagen aus und gab jedem Himmel seine Aufgabe ein. Und Wir haben den untersten Himmel mit Lampen geschmückt, und auch als Schutz. Das ist die Anordnung des Allmächtigen und Allwissenden.” (Sure 41:12)

“Und wahrlich, Wir haben den Menschen erschaffen aus trockenem, tönendem Lehm, aus schwarzem, zu Gestalt gebildetem Schlamm.” (Sure 15:26)

“Und damals sprach dein Herr zu den Engeln: “lch bin im Begriff, den Menschen aus trockenem, tönendem Lehm zu erschaffen, aus schwarzem, zu Gestalt gebildetem Schlamm.” (Sure 15:28)

Die Dominanz des Glaubens an den Kreatonismus ist bei den Muslimen so stark, dass selbst im EU-Wunsch-Beitrittskandidaten Türkei laut Deutschlandfunk rund 70% der Erwachsenen mit der Evolution nichts anfangen können. Nicht nur weil der Kreatonismus in den Moscheen gelehrt wird, sondern weil er seit den 1980ern auch die türkischen Schulbücher erobert hat (2). Und als 2009 die Chefredakteurin des angesehenen Wissenschaftsmagazins ”Bilim ve Teknik”, Cigdem Atakuman, eine 15-seitige Titelgeschichte zu Darwin in das Blatt bringen wollte, wurde diese vom türkischen Wissenschaftsrat schleunigst gekippt (3). Zusammen mit der Chefredakteurin. Einen Blick in von säkularer schulischer Ausbildung noch weniger erleuchtete islamische Länder und Landstriche ersparen wir angesichts dessen.

Bleiben die Worte von Dr. Michaela Haas in der Süddeutschen Zeitung - übertragen formuliert - von denen sich nun die Muslime ganz persönlich betroffen fühlen dürfen….

“religiöse Nischenbewegung …. Koran-Leichtmatrosen …. Narrenschiff Islam”

….selbst wenn die heldenhafte Evangelikalen-Verhöhnerin Haas einen biblischen Teufel getan hätte, etwas über den Kreatonismus der Muslime zu schreiben. Ob das nicht trotzdem mal ins Auge geht?



Es grüßt



Peter Zangerl alias Moritatensaenger



(1) http://www.suedwatch.de/blog/?p=6661

(2) http://www.deutschlandfunk.de/kreationisten-in-der-tuerkei-auf-dem-vormarsch.795.de.html?dram:article_id=222033

(3) http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/darwin-streit-in-der-tuerkei-die-meisten-aeussern-sympathien-fuer-die-zensur-a-613348.html

Lügen haben mitunter ein erstaunlich langes Leben - selbst wenn sie ohne Zweifel als Unwahrheiten überführt sind.

Das schrieb Sven Felix Kellerhoff (1) noch vor wenigen Tagen in der WELT über die relativierenden Auslassungen des Konstanzer AfD-Landtagsabgeordneten Wolfgang Gedeon zu dem Lügenpamphlet der Protokolle der Weisen von Zion Was man bei Gedeon wohl am meisten kritisieren kann ist, dass er, promovierter Arzt, Intelligenz und Bildung genug haben müsste um die Machenschaften der Protokolle und ihrer Verfechter zu durchschauen. Es bleibt fast nur die Annahme, dass einzig ein einschlägiges Motiv ihn zu seinen Bemerkungen bewegt.

Ähnlich verhält es sich bei Peter Münch, dem ewigen Israel-Korrespondenten der Süddeutschen Zeitung. Der Mann hat einen Master of Arts in Geschichte und hat in Neuerer Geschichte sogar promoviert und trotzdem schlägt er sich nicht nur passiv sondern auch aktiv auf die Seite der Schaffer moderner antisemitischer Protokolle. Deren - dieser Protokolle - Kennzeichen ist ebenfalls herausragend die Lüge zum Nachteil des Juden und ein Kapitel daraus trägt den Namen “Gaza Flotte”. Der Journalist der Süddeutschen Zeitung, eigentlich schon seines Standes wegen der Wahrheit verpflichtet, schreibt am Wochenende in der Printausgabe im Rahmen einer Presseschau zum verbesserten Verhältnis Israel-Türkei…
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Nun könnte man das als unabsichtlich verkürzende und nachlässig die Fakten entstellende Darstellung abtun. Wenn, ja wenn nicht Münch wie beschrieben genug Intelligenz und Bildung haben müsste um zu wissen was er da verfasst hat und wenn er nicht als Journalist und in Israel wohnhafter Korrespondent unbedingt die Möglichkeit hätte, die Wahrheit zu erfahren und dann auch wiederzugeben.

Denn Fakt ist und dokumentiert (3), dass anders als von Peter Münch geschrieben die Navi Marmara, auf der es zur Eskalation kam, keine Hilfsgüter transportierte sondern nur “Aktivisten”, teilweise bewaffnete Angreifer und deren persönlichen Bedarf. Genauer: Drei Schiffe der Flotte, die The Challenger 1 vom “Free Gaza Movement”, die Sfendoni von der griechischen Initiative “Ship to Gaza” und der “European Campaign to End the Siege of Gaza” und eben die Navi Marmara der islamistischen und Hamas-nahen IHH (2), trugen keinerlei Hilfsgüter.

Was sie stattdessen trugen waren die Waffen der “Friedensaktivisten”….

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…und hier hätten zwei Worte in Münchs kurzem Text das journalistische Wort vor der billigen Polemik gerettet: “legitim” und “Angreifer”. Die Seeblockade selbst war nämlich nach großer Übereinstimmung der Rechtsexperten legitim. Der deutsche Professor für Völkerrecht, Wolff Heintschel von Heinegg, stellt dazu in einem ZEIT-Interview (4) klar…

ZEIT ONLINE: [...] Ist diese Seeblockade denn überhaupt rechtlich zulässig?

Wolff Heintschel von Heinegg: Das hängt von der Charakterisierung des Konfliktes zwischen Israelis und Palästinensern ab. Wenn Juristen zusammenkommen, gibt es oft unterschiedliche Meinungen. Aber hier gibt es einen gemeinsamen Nenner. Und der lautet: Es gibt einen bewaffneten Konflikt. Und somit kommt das Recht des bewaffneten Konfliktes zur Anwendung, der eine Seeblockade erlaubt.

ZEIT ONLINE: Aber dazu müsste der Konflikt ein internationaler sein.

Heintschel von Heinegg: Richtig. Das Problem ist, dass Palästina noch kein Staat ist, weshalb der Konflikt für viele auch kein internationaler bewaffneter Konflikt ist. Sieht man das so, dann würde das Blockaderecht nicht gelten. Wenn man allerdings nüchterne rechtliche Analysen anschaut, dann wird klar: Die grundsätzliche Zulässigkeit der Blockade ist nie in Zweifel gezogen worden.

ZEIT ONLINE: Sie haben seinerzeit den israelischen Einsatz gegen die Schiffe 2010 als legitim bezeichnet. Warum?

Heintschel von Heinegg: Wenn die Blockade rechtlich zulässig ist, dann sind es auch die Maßnahmen zur Errichtung einer Blockade. Es gibt nur ein Prinzip, dass die Blockade kennzeichnet: Das Prinzip der Effektivität. Die Blockademacht muss verhindern, dass Schiffe in das blockierte Gebiet hinein oder aus dem blockierten Gebiet heraus gelangen. Wenn die Blockade das in nur einem Fall nicht leistet, wird sie ineffektiv und damit sofort rechtlich unwirksam.

Aber auch unabhängig von der gegebenen Legitimität der Blockade war die Aktion des israelischen Militärs und vor allem der Soldaten, die lediglich auf die Übernahme der Kontrolle über die Schiffe zielte, vollkommen korrekt und die Schuld an der Eskalation lag allein auf Seiten der “Aktivisten”, die sich mit ihren Handlungen des gewalttätigen Widerstandes völkerrechtlich zu “Angreifern” wandelten. Diese Rechtssituation ist sehr gut dargestellt im Antwortschreiben des Generalbundesanwaltes am Bundesgerichtshof an die Teilnehmerin der Flottilla, Inge Höger (DIE LINKE), die nach ihrer Rückkehr dort “Strafanzeige gegen unbekannte Verantwortliche der israelischen Streitkräfte” gestellt hatte. Ein lesenswertes Dokument, hier als PDF abrufbar (5).

Hätte Münch also geschrieben…

“Nachdem Israels Marine auf einem zum Kriegsschiff umfunktionierten Personenschiff, das ausschließlich politische Aktivisten trug die die legitime Seeblockade des Gazastreifens durchbrechen wollten, neun türkischstämmige Angreifer getötet hatte, verstrickten sich die vormaligen Freunde in einen zähen Konflikt”

…wäre ihm ein journalistisch anerkenneswerter, faktenbasierter Text gelungen. In der Realität hat er leider nur eines der typischen Protokolle der Weisen aus München verfasst.

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Beste Grüße

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Peter Zangerl alias Moritatensaenger

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(1) http://www.welt.de/geschichte/article156377227/AfD-Politiker-haelt-antisemitisches-Machwerk-fuer-echt.html

(2) http://www.clarionproject.org/analysis/us-muslim-charity-linked-turkish-hamas-affiliate-ihh

(3) http://www.mfa.gov.il/mfa/pressroom/2010/pages/equipment_aid_gaza_flotilla_7-jun-2010.aspx

(4) http://www.zeit.de/politik/ausland/2011-06/seeblockade-gaza-interview

(5) http://www.inge-hoeger.de/uploads/media/Generalbundesanwalt.pdf

Stellen Sie sich folgendes vor: Eine Kleinstadt, irgendwo in Deutschland. In einem Stadtteil dort lebt eine große Community von … sagen wir: Rechtsradikalen. Beinahe täglich begeben sich die vom Hass am stärksten getriebenen unter ihnen in den Teil der Stadt in dem die anderen Bürger leben und ermorden dort Unschuldige. Sie überfahren sie mit ihren Autos, verüben Sprengstoffattentate und stechen sie auf offener Straße nieder. Vor wenigen Tagen dringt einer von ihnen in das Haus einer Familie ein und ermordet dort im Kinderzimmer ein 13jähriges Mädchen….

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Das bleibt auch unserem Innenministerium nicht verborgen und es richtet einen Appell an…..die Rechtsextremen und die anderen Bürger:

“Alle, die in der Stadt Verantwortung tragen müssen mithelfen, dem Hass in den Köpfen entgegenzutreten und die Grundwerte der Menschlichkeit zu verteidigen.”

Sie halten es nicht für möglich dass sich ein deutsches Innenministerium derart in der Beurteilung der Kausalität vergreift? Dass es die Unschuldigen genauso wie die Täter zu “Verantwortlichen” erklärt und sie beide, die Täter und die Opfer, auffordert die Grundwerte der Menschlichkeit zu verteidigen? Ich halte das schon für möglich. Das deutsche Außenministerium nämlich kann das, jedenfalls dann wenn der rechtsradikale Täter Palästinenser und das Opfer ein jüdisches Kind ist…

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Aber warum sollte sich ein deutsches Außenministerium auch weniger kooperativ gegenüber den Tätern und deren Verantwortlichen verhalten als es zum Beispiel die richtungsgebende “Hohe Vertreterin der Europäischen Union für Außen- und Sicherheitspolitik” Federica Mogherini praktiziert…

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Grüße

Peter Zangerl alias Moritatensaenger

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